Andratx (ausgesprochen: "Andratsch"; span. Andraitx) ist eine Gemeinde im südwestlichen Teil der Baleareninsel Mallorca. Sie hat eine Fläche von 81,5 km² und 10.939 Einwohnern (Stand: 2007). Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 134,3 Personen pro km².
Im Jahr 2006 betrug der Ausländeranteil 29,6 % (3.081), der Anteil deutscher Einwohner 11,9 % (1.241). Die Bevölkerung konzentriert sich im gleichnamigen Hauptort abseits der Küste und im Hafenort Port d'Andratx. Acht Berggipfel sind hier zu finden, mit einer Höhe von 319 m (Talaia des Cap des Llamp) bis zu 927 m (Moleta de s'Esclop).
Diese Kleinstadt verfügt über einen der schönsten Häfen des gesamten Mittelmeerraumes. Hier findet man nur kleine Buchten, Sandstrände gibt es bei Andratx nicht. Die felsigen Buchten erreicht man am besten mit dem Boot. Lohnenswert ist eine Wanderung zum Kloster La Trapa.
Klima
In Andratx werden das ganze Jahr über Niederschläge registriert. Der trockenste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 7,9 l/m². Die höchste Niederschlagsmenge innerhalb von 24 Stunden wurde am 17. September 1988 in Sálqueria mit 194,4 l/m² notiert.
Geschichte
Der Name Andratx in seiner heutigen Form wird erstmals im Jahr 1236 dokumentarisch erwähnt. Über den eigentlichen Ursprung des Namens gibt es allerdings verschiedene Theorien, aber bis heute noch keine allgemein anerkannte oder belegte.
Ramon Rossello und Jaume Bover fanden heraus, dass zwischen dem 13. und dem 19. Jahrhundert 25 verschiedene Erklärungen des Namens festgehalten worden sind, die vom keltischen Namen Andraquis bis zum arabischen Wort indiraq reichen. Die Männer der Gemeinde werden andritxol genannt, die Frauen heißen andritxole.
Sandstrände (Platja) Sant Elm, Insel Sa Dragonera, Camp de Mar
Die Wanderung zum ehemaligen Kloster Sa Trapa auf 380 m über Meereshöhe ist eine der schönsten und interessantesten der Insel. An dieser Stelle gründeten in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts von Frankreich ausgewiesene Trappisten ein Kloster, das sie schon nach zehn Jahren wieder verlassen mussten, weil es von Staats wegen geschlossen wurde. Einige Gebäudereste sind erhalten geblieben. Die Gartenanlage mit Terrassenbau ist noch zu sehen, und die Überreste des mächtigen Affenbrotbaums, des ehemals größten Mallorcas, stehen neben der Klosterruine.