Petra ist ein kleines Landstädtchen und Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde auf der Balearen-Insel Mallorca. Die rechtwinklig verlaufenden Straßen sind von alten Häusern aus goldbraunem Bruchstein gesäumt. Alles in allem wirkt Petra verschlafen und fern jeder Hektik. In der Umgebung wachsen die Trauben für einen bekannten sehr guten Wein.
Der Gemeindebezirk liegt rund 44 Kilometer von Palma entfernt an der Hauptstraße MA-3320 von Manacor in Richtung Inca im Landschaftgebietes des Pla.
Klima
In Petra werden das ganze Jahr über Niederschläge registriert. Der trockenste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 8,8 l/m². Im Oktober verzeichnet man die höchste Niederschlagsmenge mit durchschnittlich 101,3 l/m².
Geschichte
Die Araber, die den kleinen Ort im Inselinnern gründeten, nannten ihn in Anlehnung an die große jordanische Schwester "Die Strahlende". Seine Sonne schien allerdings in den 1970er Jahren des 20. Jahrhunderts unterzugehen, als die Verkehrsplaner die Eisenbahnverbindung zwischen Palma und Artà bereits in Inca einstellten und Petra somit von der Hauptstadt Palma abschnitten.
Heute, nachdem die Bahn - wenn auch auf neuer Trasse um den Ort herum - wieder in Betrieb ist, zieht der Ort vor allem Touristengruppen an, die die Geburtsstätte und das dazugehörige Museum des berühmtesten Sohnes der Stadt, Junípero Serra, besichtigen wollen. Im Gegensatz zu dem weitgereisten Franziskanerpater war seine weltvergessene Heimatstadt nicht gerade vom Glück gesegnet.
Nach der Anerkennung dieses Gebiets 1993 als Weinbaugebiet wurde die Geschäftstätigkeit auf diesem Sektor in der gesamten Gegend beträchtlich ausgebaut (Anpflanzung neuer Rebstöcke, Einführung neuer Rebsorten, Verbesserung der Anbautechniken, etc.). Gleichzeitig stieg auch die Anzahl der Weinkellereien. Bei den bereits bestehenden Betrieben wurden zudem bedeutende Investitionen in neue Technologien vorgenommen, was zu einer Produktionssteigerung und insbesondere einer Verbesserung der Qualität der hier erzeugten Weine führte.
Es gibt wieder Weine mit Ursprungsbezeichnungen von anerkannter Qualität. Die Rotweine werden aus folgenden roten Traubensorten gewonnen: Callet, Fogoneu, Tempranillo, Manto Negro, Monastrell, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah. Weißweine werden aus den Sorten Chardonnay, Moll, Macabeo, Parellada und Moscatel erzeugt.
Der Grund besteht aus kalkhaltigem Gestein (Mergel und Dolomit), wodurch sich ein kalk- und tonhaltiger Boden mit einem leicht alkalischen pH-Wert gebildet hat und die Erde Tönungen aufweist, die von der Rotskala bis fast ins Weiße reichen.
Diese Eigenschaften des Bodens führen zu einer guten Drainage, was auch wegen der nur geringfügig vorhandenen organischen Materie zu einer schnellen Durchwurzelung des Bodens führt, wodurch der Weinbau unter sehr guten Bedingungen durchgeführt werden kann.
Pfarrkirche San Pere, große offene Arkaden und eine gewaltige Fensterrose schmücken diese Kirche. Im Arkadenbereich steht ein Denkmal zu Ehren der mallourquinischen Bäuerin.
Kloster Santuari de la Mare de Déu de Bonany
Convent de Sant Bernardí aus dem Jahre 1677.
Molins de vent Eine der 19 Mehl-Windmühle der Balearen-Insel Mallorca.
Das Geburtshaus des berühmten Missionars Serras sowie ein Museum zu seinen Ehren. Auf der Placa Padre Serra befindet sich ein Denkmal mit Kachelbildern zu seiner Lebensgeschichte.
Kloster Bonany, wenige Kilometer außerhalb von Petra in Richtung Westen liegend
Wegkreuze
Creu des Còdols erbaut 1892, am Platz Plaça de sa Creu
Creu des Vall erbaut 1891 an der Straße Carrer Ciutat
Creu des Cementiri steht am Plaça del Pare Serra, erbaut 1820
Museum
Museu Juniper Serra - dieses Museum wurde 1959 von einer Gruppe Amics de Fra Juníper Serra eingerichtet. Gelegen an den Straßen: Carrer Barracar / Fray Juniper Serra, an der Tür ist ein Hinweis, wo man den Schlüssel zum Museum abholen kann. In dem kleinen Museum befinden sich Erinnerungsstücke an den in Petra am 24. November 1713 geborenen Franziskanerpater Fray Junipero Serra.
Festa de Beat Juniper Serra, am dritten Sonntag im September, Umzug geschmückter Wagen zu Ehren des seligen Missionars. Fray Junípero Serra gründete Mitte des 18.Jahrhunderts im heutigen Kalifornien 21 Missionstationen. Aus diesen Stationen gingen Millionenstädte wie San Francisco, San Diego oder Monerey hervor.
Märkte
Wochenmarkt findet jeden Mittwoch auf dem Platz Plaça Ramon Llull statt.