Geschichte
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Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Feste und Markt
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Lage
Costitx liegt an der Hauptstraße MA-3240 Inca - Sineu auf der Baleareninsel Mallorca. Verwaltungspolitisch gehört Costitx der Comarca Plà de Mallorca (Vereinigung der Gemeinden der Ebene von Mallorca) an.
Landschaft
Die Gemeinde Costitx stellt die typischsten Merkmale des flachen Teils Mallorcas dar, d.h. mit Hügeln - die keine 200 Meter Höhe erreichen -, die sich mit Tälern abwechseln, unterbrochen vom Gebirgsbach von Pina und Rafal Garcès.
Klima
Die mittleren Niederschläge betragen in diesem Gebiet 500 - 600 l pro Quadratmeter im Jahresdurchschnitt, wobei im September mit ca. 66 Litern pro Quadratmeter die meisten Niederschläge fallen. Die regenärmste Zeit ist im Juli mit nur ca. 11 Litern.
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Geschichte
Die Entdeckung von 18 archäologischen Vorkommen im Umkreis der Gemeinde zeugen davon, dass die Gegend schon in prähistorischen Zeiten (Talayot-Kultur) besiedelt war. Die talayotischen Stierköpfe aus Bronze Caps de Bou de Costitx sind besonders wertvolle Funde auf dem Gelände des Landgutes Son Corró. Später, während der arabischen Herrschaft, gehörte Costitx dem Bezirk von "Qanarusa" (Canarrossa) an. Mit der Eroberung Mallorcas durch den König Jaume I. wurden die einzelnen Kreise dem Vizegrafen von Bearn, Gastó de Montcada, übertragen, der seinerseits die Ansiedlung um Costitx an Arnau de Santacília abtrat. Im Anschluss wurde Costitx Pfarrbezirk für die ganze Gemeinde von Canarrossa, bis im Jahre 1238 das Pfarramt an Sencelles übertragen wurde.
Im 17. Jahrhundert erfährt die Gemeinde einen bedeutenden Bevölkerungsanstieg. Im Jahre 1812 setzt ein langwieriger Prozess ein, der die Unabhängigkeit gegenüber Sencelles zum Ziel hat und erst 1855 unter Verlust der Ansiedlungen von Jornets, Binifat und Ruberts zum Ende kommt.
1895 wusste fast niemand auf Mallorca von den prähistorischen Costitxer Funden wie der Caps de Bou, den Spatzen, Adlern aus Bronze, Keramik und punischen Halsketten. Eine spanische archäologische Kommission bat den Eigentümer des Grundstückes, weitere Ausgrabungen zu erlauben und das Areal für Unbefugte zu sperren. Damals sprach das Gesetz dem Eigentümer des Fundortes eine Zahlung für die entdeckten Objekte zu, welcher in diesem Fall prompt die damals stolze Summe von 700 Duros (3.500 Pts.) für den Fund verlangte. Eine Menge Geld, wenn man bedenkt, dass der Tageslohn eines Arbeiters höchstens eine Pesete betrug.
Die drei bronzenen Caps de Bou (Stierköpfe) stammen aus dem 6. bis 5. vorchristlichen Jahrhundert. Einer davon ist so groß wie das natürlichen Vorbild, die beiden anderen Stücke sind kleiner. Alle sind in einem Stück gegossen und haben eine frappierende Detail- und Naturtreue gemeinsam: Augen, Hörner, Maul und Nüstern der Stierköpfe wirken fast, als hätte der Künstler einem Stier eine Maske abgenommen. Große Ähnlichkeit mit Funden auf Sardinien und Malta, in Persien, Portugal und Griechenland. Das bedeutet, dass die balearischen Ureinwohner, von denen es keinerlei schriftliche Überlieferungen gibt und die in bekannten Schilderungen von griechischen und römischen Schreibern stets als primitiv bezeichnet wurden, schon in der Frühzeit regen Kontakt mit anderen Kulturen gepflegt haben müssen. Der Stierkult war im Mittelmeerraum schon in frühster Zeit bekannt. Bereits im alten Ägypten finden sich Stierkulte, Fresken im Palast von Knossos auf Kreta (ca. 1500 v. Chr.) zeigen die Verbindung.
Der mittellosen archäologischen Gesellschaft gelang es nicht, die Summe aufzutreiben. Sie schalteten die spanische Presse ein und es gelang, dass die Stierköpfe nicht an Kunsthändler verkauft wurden und für immer von der Insel und aus Spanien verschwanden. Zwei Mallorquiner, beide nicht aus Costitx, setzten sich mit der Zentralregierung in Madrid in Verbindung und erreichten, dass die Funde ins dortige Nationalmuseum gelangten.
So schien es damals, als hatte Costitx seine Wahrzeichen auf immer verloren. Erst die Bürgermeisterin Maria Antónia Munar hat sich unermüdlich dafür eingesetzt, diese für die Geschichte Mallorcas so wichtigen frühgeschichtlichen Funde wieder nach Costitx zurückzubringen. 1995 wurde das Santuari de Son Corró restauriert und die eindrucksvollen Stierköpfe schmücken es seit her.
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Kultur und Sehenswürdigkeiten
Im höher gelegenen Teil der Gemeinde befindet sich die Ortschaft selbst so wie auch die wichtigsten Herrenhäuser, die zusammen mit einigen Steineichenwäldern eine unvergleichliche Landschaft bilden.
Der Mangel an Wasserversorgungsmöglichkeiten hat bei der Herstellung von Hilfsmittel für die Zulieferung von Wasser eine Menge "Volksarchitektur" verursacht. So z.B. der Brunnen von Costitx, auf der Verbindungsstraße mit Cas Canar, oder der Brunnen Celat, am Ortseingang.
Der Ortskern hat als Hauptgebäude die Kirche aus dem 17. Jahrhundert vorzuweisen. Am Ortsrand, an Stellen wo es den meisten Wind gibt, befinden sich einige Windmühlen, z.B. "Can Vallès" und die "de´n Joi" . Im Gegensatz zu anderen Orten des Flachlandes konzentrierte sich in Costitx nicht alles in einer einzigen Mühle. Gebäude religiösen Charakters vervollständigen den dörflichen Charakter dieser Gemeinde. So die Kapelle "Mare de Déu de Costitx" und die Kreuze, die an den verschiedenen Ortseingängen anzutreffen sind. Von diesen Kreuzen ist "sa Creu" , am Eingang der Inca Straße gelegen, hervor zu heben.
Santuari Son Corró. Gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts fand man im Sanktuarium des Landgutes Son Corró drei in Bronze aus einem Stück gegossene Stierköpfe (Caps de Bou), von denen einer von natürlicher Größe ist. Sowohl wegen der Ausmaße als auch wegen ihrer qualitativen Beschaffenheit gelten diese Exemplare als die bedeutendsten Zeugnisse des Stierkultes während der Megalithkultur. Das Sanktuarium selbst wurde im Jahre 1995 dank finanzieller Unterstützung der Stadt Costitx und des Govern Balear restauriert.
- Planetarium Mallorca
- Sternwarte O.A.M Costitx (auf dem Gelände des Planetarium)
- Landgut Son Corró
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Feste und Markt
- 20. Januar, Fest des Sant Sebastià
- 8. September, Fest der Mare de Déu de Costitx.
- Am 1. Sonntag nach Ostern, Prozession der Trobada.
Märkte
- Wochenmarkt: jeden Samstag auf den Plätzen Mare de Déu und del Jardí.
Quelle: Wikipedia
und Spanien Lexikon