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Plaça Major Gemeindeverwaltung
Ses Salines liegt sieben Kilometer im Landesinneren zählt 2.121 Einwohner, die größte Siedlung ist mit ca. 2.381 Einwohnern jedoch Colònia de Sant Jordi, ein Touristenort an der Küste. Der Name der Gemeinde leitet sich von den noch heute der Salzgewinnung dienenden großen Salinen ab.
Flora und Fauna
Die Flora wird durch den Salzgehalt der Erde bedingt; es überwiegt das einheimische Immergrün, das spanische Rohr und Salzpflanzen. An den Hügel mit geringerem Salzgehalt sind Sadebäume, Pinienwälder und Rosmarin- und Zistrosensträucher zu Hause.
An den Rändern der Salzbecken hat sich im Laufe der Jahre eine eigene, höchst darwinistische Flora und Fauna gebildet. Nur wenige Pflanzen sind in der Lage, in dauerfeuchten Salzgebieten zu leben. Dazu gehören die chloridtoleranten, meist wurstig, dickfleischige Sukkulenten wie der Strauchqueller; die Sulfat-Halophyten, zu den die federige, immer leicht zerzaust wirkende Tamariske und das strauchige Salzkraut gehören, verringern ihren Stoffwechsel durch kleine Blattoberflächen.
Wider Erwarten färben sich die Salzteiche rot ein. Dies liegt am Vorkommen des Halobacteriums, einem Kleinstorganismus. Dieser enthält rote bis orangefarbene Carotinoide. Bedingt durch diese Farbstoffe verfärbt sich die Salzlake. Die Halobakterien dienen dem nur sieben Millimeter großen Salzkrebs als Nahrungsgrundlage, welcher wiederum einer Vielzahl von Sumpfvögeln wie dem Stelzenläufer, Rotschenkel und Löffelenten als Nahrung dient. An die 170 Volgelarten leben nahe der Salinen, sogar der Fischadler holt sich dort gelegentlich einen Imbiss ab.
Naturschutz
Teile des Gemeindegebietes wurden zum Naturschutzgebiet erklärt. Innerhalb dieses Naturschutzgebietes liegt der bekannten Strand Es Trenc, die Insel Cabrera sowie das Landgut S'Avall, welches das größte zusammenhängende sich in Privatbesitz befindliche Landgut Mallorcas ist.
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Geschichte
Die Talayots und Megalithdenkmäler, die aus der Bronzezeit stammen, sind Hinweise auf den Ursprung des Ortes. Die Salinen von Sa Vall und Colònia de Sant Jordi sind die ältesten Mallorcas. Punischen Händler begannen hier bereits mit der Salzgewinnung. Das Salz war auch weiterhin für Römer, Byzantiner, Araber und Christen interessant. Die so wichtigen Salzvorkommnisse erklären auch den etymologischen Ursprung der heutigen Gemeinde.
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botanischen Garten mit Kakteen
Sehenswürdigkeiten
Sehenswert sind die Überreste der vor- und frühgeschichtlichen Siedlungen von Talaia Joana und die Talayots von Na Mera, Es Mitjà Granund Els Antigors sowie punische Relikte auf der Insel Na Guardia und Reste römischer Schiffe in der Nähe der Küste. Ferner das dicht an der Saline gelegene Festungswerk S'Estany aus dem 15. Jahrhundert, der Aussichtsturm von S'Avall aus dem 14. Jahrhundert und die neben der Gemeindekirche gelegene Festung Torre de Ca'n Bàrbara, die unter König Jakob I. militärischen Zwecken dienten. Der Leuchtturm am Cap de Ses Salines als Beobachtungspunkt und Ausgang für Wanderungen und die Anlage Botanicactus, ein privat betriebener botanischen Garten mit einer riesigen Sammlung von Kakteen.
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Feste
- Sant Antoni (17. Januar)
- Sant Jordi (23. April)
- La Fira-Espectacle de Ses Salines (1. Mai)
- Sommerfeste von Colònia de Sant Jordi (erster Samstag und Sonntag im August)
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Salzgewinnung
Seit 1850 betreibt ein Unternehmen die Salzgewinnung auf industriellem Niveau. Jeweils im April wird das Meerwasser (mit rund 4,7 Gramm je Liter Salzgehalt) in quadratische Becken, sogenannte cocons von 250 Metern Kantenlänge eingelassen. Rund 130 Hektar künstlicher Salzlagunen füllen sich so jeden Frühling. 300 Hektar waren es noch vor 100 Jahren. Während des Verdunstungsprozesses im Sommer wird das Wasser mehrmals in andere Becken umgeleitet, um die Kristallisierung des Salzes feiner werden zu lassen. Im September tragen Bagger die dicke Salzkruste ab. Diese wird anschließend zerkleinert in riesigen, Bergen auf Halde gelegt, bis sie gereinigt und für den Verbrauch verpackt werden. Heute werden jährlich noch rund 8000 Tonnen Tafelsalz in diesem Privatgebiet gewonnen.
Quelle: Wikipedia
und Spanien Lexikon